Versicherungen, die du nicht brauchst!

Erfolg mit Finanzen - Versicherungen, die du nicht brauchst

Nachdem du im Beitrag Diese Versicherungen muss jeder haben! erfahren hast, welche Versicherungen jeder unbedingt haben sollte, erfährst du heute, auf welche Versicherungen du getrost verzichten kannst.

Versicherungen sind keine Erfindung der Neuzeit.


Schon im alten Babylon gab es eine Art Haftpflichtversicherung.


Bereits 2000 v. Chr. haben sich mehrere Karawanen-Besitzer zusammengeschlossen um sich gegenseitig vor Gefahren wie Überfallen und Handelsverlusten zu schützen.


Seither haben findige Versicherungsgesellschaften immer neue Lösungen entwickelt, damit wir uns gegen alle möglichen Risiken absichern können.


Gerade in Deutschland ist dieser Absicherungswunsch besonders stark ausgeprägt.


Man sollte sich aber genau überlegen, ob die Risiken, die durch Versicherungen abgesichert werden können, wirklich so existenziell sind.


Oftmals stehen die Kosten für diese Absicherung in keinem Verhältnis zu der Wahrscheinlichkeit, von diesen Risiken wirklich betroffen zu sein.


Auch sollte man sich immer darüber im Klaren sein, ob der zu erwartende Schaden wirklich zu hoch ist, dass es sich lohnt, einen regelmässigen Versicherungsbeitrag dafür zu bezahlen.


Aber welche Versicherungen fallen denn in die Kategorie “nicht notwendig”?


Auf folgende fünf Versicherungsarten kannst du in der Regel getrost verzichten:

Sterbegeldversicherung


Die Sterbegeldversicherung zählt wohl zu den überflüssigsten Versicherungen, die man abschließen kann.


Sie ist im Prinzip eine Art Mini-Lebensversicherung, bei der am Ende eine Auszahlung für den Todesfall des Versicherungsnehmers steht.


Die Idee dahinter ist, der Versicherungsnehmer spart mit einer Sterbegeldversicherung Geld an, dass dann für seine Beerdigung verwendet werden kann.


Das macht im Prinzip Sinn, aber die Policen sind sehr teuer, da ein Großteil der Beiträge für die Abschluss- und Verwaltungskosten verwendet wird.


Besonders bei älteren Menschen lohnt sich so eine Versicherung nicht, da der Risikopuffer besonders hoch ist und man unterm Strich mehr einzahlt, als man am Ende für seine Angehörigen ausgezahlt bekommt.


Wenn der Versicherungsnehmer kurz nach Abschluss einer Sterbegeldversicherung stirbt, zahlt sie nur einen Bruchteil der eingezahlten Beiträge aus.


Wer seinen Hinterbliebenen absichern möchte, sollte stattdessen eine Risikolebensversicherung abschließen.


Ein Vergleich aktueller Risikolebensversicherungen findest du hier. 

Insassenunfallversicherung


Wer sich Gedanken darüber macht, wie er bei einem Autounfall seine Mitfahrer absichern kann, dem wird öfters eine sogenannte Insassenunfallversicherung angeboten.


Meist geschieht das in Kombination mit anderen Versicherungsprodukten.


Auf diese kann aber in den meisten Fällen verzichtet werden, da bei einem Unfall alle Beifahrer über die Kfz-Haftpflichtversicherung abgesichert sind.


Entweder über die eigene, wenn der Unfall selbst verursacht wurde, oder über die Versicherung des anderen Unfallverursachers.


Eine Insassenunfallversicherung ist also nicht notwendig, stattdessen sollte man schauen, dass die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung eine gute Absicherung der Insassen beinhaltet.

Unfallversicherung


Ob der Abschluss einer Unfallversicherung wirklich sinnvoll ist, sollte jeder für sich individuell prüfen.


Wenn du eine besonders riskante Sportart ausübst, oder sonst eher einen risikoreichen Lebensstil hast, dann kannst du dir überlegen, ob eine Unfallversicherung für dich in Frage kommt.


Ansonsten dürfte für die meisten Menschen die Gefahr, bei einem Unfall so verletzt zu werden, dass eine Unfallversicherung Sinn macht, eher gering sein.


Dir sollte bewusst sein, dass die häufigsten Krankheiten, wie Depressionen, Rückenleiden usw. nicht durch eine Unfallversicherung abgedeckt sind.


Eine Unfallversicherung ist per Definition nur dafür da, bei einem plötzlichen, zeitlich und örtlich bestimmbarem und von außen einwirkendem Ereignis, bei dem eine natürliche Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt wird, zu leisten.


Sie leistet dann eine einmalige Summe, um durch den Unfall verursachte Kosten abzudecken. Unter Umständen ist auch noch eine monatliche Rente inbegriffen.


Diese kann aber eine Einnahmelücke, die durch eine Berufsunfähigkeit entsteht, nicht schließen.

Und da eine Berufsunfähigkeit durch Erkrankungen wie Depressionen oder Rückenleiden viel häufiger vorkommen kann als durch einen Unfall, solltest du anstelle einer Unfallversicherung lieber zunächst einmal eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Krankenhaustagegeldversicherung


Wenn wir schon bei unnötigen Versicherungen sind, muss die Krankenhaustagegeldversicherung ebenfalls erwähnt werden.

Eine solche Versicherung zahlt nur dann Geld, solange man stationär im Krankenhaus liegt.

Aber wer braucht das schon?

Mehr Sinn macht eine Krankentagegeldversicherung.

Diese leistet so lange, wie du krankgeschrieben ist. Unabhängig davon, ob man stationär im Krankenhaus liegt oder nicht.

Dies kann besonders bei bei Selbständigen Sinn machen, damit sie ihren Verdienstausfall ein wenig reduzieren können.

Reisegepäckversicherung


Wer auf Reisen geht, für den ist es ein Horrorszenario, wenn man an der Gepäckausgabe steht und seine Koffer nicht angekommen.


Irgendwie sind sie auf der Reise falsch abgebogen und am anderen Ende der Welt gelandet oder ganz verschollen.


Damit einher geht dann die Frage, wer ersetzt einem den Verlust des Gepäcks oder entschädigt einen für nun notwendige Ersatzbeschaffungen?


Da kommt eine Reisegepäckversicherung ja wie gerufen.


Aber weit gefehlt.


Wer sich die Versicherungsbedingungen einmal genauer anschaut wird feststellen, dass diese Versicherung nur in ganz besonderen Situationen überhaupt den Schaden übernimmt.


Im Prinzip muss man das Gepäck die ganze Reise über unter Kontrolle haben, um überhaupt etwas von der Versicherung erhalten zu wollen.


Und wie soll das bitte bei einem Flug gehen?


Ich empfehle dir, stattdessen eine Kreditkarte zu nutzen, bei der solche Versicherungsleistungen inklusive sind.


Dadurch hast du keine Mehrkosten und kannst im Fall der Fälle immer noch hoffen, dass du eine Entschädigungszahlung erhältst.


Ähnlich verhält es sich für den Fall, wenn man sich gegen einen Reiserücktritt versichern will.


Manche Reiseanbieter verkaufen zur Pauschalreise gerne auch noch eine Versicherung, die dann bei Nichtantritt der Reise die entstehenden Stornierungskosten erstattet.


Schau mal in den Versicherungsbedingungen deiner Kreditkarte - in den meisten Fällen ist diese Fall dort auch mitversichert.

Zum Schluß…


In diesem Blogbeitrag hast du nun eine Übersicht erhalten, welche Versicherungen du aus meiner Sicht nicht brauchst.

Generell empfehle ich dir, immer abzuwägen, ob die Kosten, die zur Absicherung des Risikos notwendig sind in einem guten Verhältnis zur der Wahrscheinlichkeit, dass du von diesem Risiko betroffen bist, stehen.


Wenn du konkrete Fragen zu einzelnen Versicherungen hast und meinen persönlichen Rat dazu wünschst, dann nimm doch einfach Kontakt mit mir auf.


Im Rahmen meines Finanzcoachings können wir uns über einzelne Risiken und passende Versicherungslösungen unterhalten und ich kann dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Im nächsten Blogbeitrag geht es dann um das Thema Vermögensaufbau.


Bis dahin,

dein Marcel

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Beitragsbild: pixabay.com

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