Geld richtig anlegen – diese Möglichkeiten hast du!

Geld richtig anlegen - diese Möglichkeiten hast du!

Geld richtig anlegen ist gar nicht so schwer!

Du stellst dir sicherlich die Frage, wie kannst du dein Geld so anlegen, dass es zu dir und deiner Anlagestrategie passt?


Viele Verkäufer von Finanzprodukten machen daraus eine eigene Wissenschaft und zaubern dir dann irgendwelche Lösungen aus dem Hut, die im Zweifel weniger deinen Interessen dienen als vielmehr ihren.

Damit ist jetzt Schluß! Mach dir selbst ein Bild, welche Möglichkeiten du hast, dein Geld richtig anzulegen.

Geld richtig anlegen muss nicht kompliziert sein.

Auch wenn dir manche Verkäufer von Finanzprodukten das Gegenteil erzählen.

Sie leben ja schließlich davon, dass du dich in ihre Hände begibst und ihren Rat blind befolgst.


Aber diese Abhängigkeit kannst du heute beenden.

Ich verrate dir jetzt nicht den ultimativen Tipp, dein Geld richtig anzulegen - sondern ich zeige dir unterschiedliche Möglichkeiten, die du hast, um deine Anlagestrategie umzusetzen.


Hast dudir noch keine Gedanken über deine richtige Anlagestrategie gemacht?


Dann empfehle ich dir, meinen Artikel 11 Tipps, die dich zum Profi bei der Geldanlage machen zu lesen. Erst mit diesem Mindset solltest du hier weiterlesen.


Hier erhältst du heute nämliche alles, was du für den zweiten Schritt brauchst: Eine ausführliche Übersicht, worin du dein Geld anlegen kannst.


Je nachdem, ob du eher sichere Anlagen bevorzugst oder dein Geld langfristig und risikoreicher anlegen willst, wirst du hier fündig werden und einen ersten Eindruck über die vielen Möglichkeiten erhalten.

Ein Tipp vorab:

Wenn du am Anfang stehst und erst beginnst, deine Anlagestrategie umzusetzen oder noch kein großes Vermögen hast, konzentriere dich zunächst auf zwei oder drei Anlagemöglichkeiten in die du investieren möchtest.

Mit der Zeit und anwachsendem Vermögen kannst du dann deine Anlagestrategie immer weiter ausbauen, weitere Anlagemöglichkeiten hinzunehmen und von deinen bis dahin gemachten Erfahrungen profitieren.


Bankanlagen

Bankanlagen sind in der Regel von Banken und Sparkassen vertriebene Finanzprodukte, die der Einlagensicherung unterliegen und somit eine sichere Anlageform darstellen.

Sie sind mit klaren Rahmenbedingungen ausgestattet und sollten in jeder Anlagestrategie als Basisanlagen, je nach Risikoneigung mehr oder weniger stark vertreten sein.

Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto gehört zu den Standardprodukte, die jeder haben sollte.

Wie im Artikel 11 Tipps, die dich zum Profi bei der Geldanlage machen empfohlen, solltest du einen Liquiditätspuffer haben, bevor du dir überhaupt weitere Gedanken über deine Anlagestrategie machst.

Für diesen Liquiditätspuffer und zum kurzfristigen parken nicht benötigter Gelder eignet sich ein Tagesgeldkonto.

Du kannst, wie der Name bereits sagt, täglich über dein Guthaben verfügen, ohne eine Kündigung beachten zu müssen.

Die Verzinsung ist variabel, kann sich also laufend dem aktuellen Zinsniveau anpassen - nach oben als auch nach unten.

Die bei einem Tagesgeldkonto angegebene Verzinsung bezieht sich üblicherweise auf ein Jahr. Je nach Anbieter werden die Zinsen in unterschiedlichen Zeitintervallen gutgeschrieben: monatlich, quartalsweise oder jährlich.

Es handelt sich um eine sehr sichere Anlageform da sie der sogenannten Einlagensicherung unterliegt.

Die tägliche Verfügbarkeit und Sicherheit hat allerdings auch einen “Preis”. Derzeit bekommst du nur minimale Zinsen auf deine Einlage (Stand Juni 2017).

Wenn man die Inflationsrate von der Verzinsung noch abzieht, wirst du unterm Strich evtl. sogar Geld verlieren.

Einen aktuellen Überblick meiner aktuellen Empfehlungen für Tagesgeldkonten findest du auf dieser Seite.

Einlagensicherung


Einlagensicherung ist die Bezeichnung für die gesetzlichen und freiwilligen Maßnahmen zum Schutz der Einlagen von Kunden bei Kreditinstituten im Falle der Insolvenz.

Die Einlagensicherung in Deutschland besteht aus zwei Säulen:

Gesetzliche Einlagensicherung: Mindestschutz nach den Vorgaben der EU von 100.000 EUR pro Kunde.

Freiwillige Einlagensicherungssysteme der Banken und Sparkassen.

Mehr Informationen zur Einlagensicherung gibt es hier...

Tagesgeldangebote im EU-Ausland


Da die Zinsen für Tagesgelder in Deutschland derzeit sehr niedrig sind, überlegen sich viele Anleger, ihr Geld in höher verzinste Tagesgeldangebote im EU-Ausland zu parken.


Auch hier gilt die EU-weite Einlagensicherung wie in Deutschland.

Ich weise aber darauf hin, dass sich im Falle einer Schieflage der Banken im EU-Ausland auch immer die Frage stellt, ob die Einlagensicherungen dort mit ausreichend Liquidität versorgt sein wird.


Am Ende kann es dazu führen, dass die jeweiligen Staaten mit Steuermitteln in Schieflage geratene Banken stützen müssen.


Inwiefern diese Staaten Willens und in der Lage sind, dies zu tun ist eher fraglich!


Daher sollte man das Risiko von Tagesgeldangeboten im EU-Ausland nicht unterschätzen.

Spareinlagen

Spareinlagen sind eine in der heutigen Zeit eher veraltete Form der Geldanlage! Klassischerweise kennen wir alle das gute, alte Sparbuch.

Diese Form der Geldanlage zählt immer noch zu den beliebtesten Anlageformen, bietet sie doch wie die Tagesgeldkonten eine große Sicherheit.

Wer sein Geld also hauptsächlich möglichst sicher anlegen will, hat mit Spareinlagen immer noch ein gutes Produkt zur Verfügung.

Auch hier ist die Verzinsung variabel und kann sich dem allgemeinen Zinsniveau anpassen. Die Zinsgutschrift erfolgt in der Regel einmal jährlich.

Je nachdem was für eine Variante der Spareinlage man wählt, sind Kündigungsfristen zu beachten. Die Gelder sind in der Regel nicht sofort in vollem Umfang verfügbar.

Festgeldanlagen

Eine Sonderform der klassischen Bankanlagen sind sogenannten Festgeldanlagen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, werden hier die Gelder fest für einen bestimmten Zeitraum angelegt.

Eine vorzeitige Verfügung ist generell ausgeschlossen oder nur unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise mit Berechnung sogenannter Vorschusszinsen, möglich.

Die Laufzeiten sind sehr unterschiedlich. Sie bewegen sich meistens im Rahmen zwischen 30 Tagen und mehreren Jahren.

Meistens verlängern sich Festgeldanlagen zum Ende der vereinbarten Laufzeit, sollte der Kunde vorher keine andere Weisung erteilen.

Während dieser Laufzeit ist die Verzinsung fest - es besteht also kein sogenanntes Zinsänderungsrisiko.

Die Zinsen werden zum Ende der Laufzeit bzw. bei länger laufenden Festgeldanlagen jährlich gutgeschrieben.

Auch Festgelder fallen unter die oben erwähnte Einlagensicherung.

Sparbriefe

Sparbriefe sind von Banken und Sparkassen ausgegebene Wertpapiere, die der Kunde zum vollen Nennwert erwerben kann. Am Ende der Laufzeit erhält er den vollen Nennwert wieder zurück.

Die Laufzeit beträgt in der Regel zwischen einem und bis zu zehn Jahren.

Die Verzinsung ist für die gesamte Laufzeit im Vorhinein festgelegt. Zinsen werden in der Regel jährlich ausgezahlt oder gutgeschrieben.

Viele Sparbriefe sind mit einer Zinsstaffel ausgestattet, das bedeutet, bei längeren Laufzeiten steigen die Zinsen jährlich an.

Eine Sonderform der Sparbriefe sind sogenannte abgezinste Sparbriefe.

Dabei werden Zins und Zinseszins für die gesamte Laufzeit von vornherein auf den zu bezahlenden Kaufpreis angerechnet, so dass der Kunde den Sparbrief deutlich unter dem Nennwert, den er am Ende der Laufzeit erhält, erwirbt.

Dadurch entsteht ein Steuerstundungseffekt, da die Zinsen dem Kunden erst am Ende der Laufzeit steuerrechtlich zufließen.

Die Möglichkeit, Sparbriefe vorzeitig zu verkaufen ist nicht vorgesehen.

Auch Sparbriefe fallen unter die gesetzliche Einlagensicherung.

Wenn du die unterschiedlichen Angebote für Tagesgelder, Spareinlagen und Festgeldanlagen vergleichen möchtest, kannst du dies auf meiner Vergleichsseite ganz einfach tun.

Festverzinsliche Wertpapier

Im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere finden sich besonders viele, zum Teil sehr speziell ausgestattete Finanzprodukte wieder.


Sie werden oftmals auch als Anleihen oder Rentenpapiere bezeichnet.


Wie der Name bereits sagt, handelt es sich dabei um Wertpapiere mit einem fest verbrieften Zinssatz.


Es gibt ganz unterschiedliche Emittenten, die festverzinsliche Wertpapiere ausgeben.

Meistens handelt es sich dabei um Staaten, private Unternehmen oder Banken.


Im Gegensatz zu Bankanlagen, die in der Regel der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen, besteht bei Wertpapieren ein sogenanntes Emittentenrisiko.


Es muss also die Frage beantwortet werden, kann der Emittenten eines Wertpapiers die verbrieften Pflichten (Zinszahlung und Rückzahlung) erfüllen.


Zusätzlich besteht noch ein sogenanntes Zinsänderungsrisiko. Wenn sich das Zinsniveau während der Laufzeit des Wertpapiers ändert, hat das Auswirkungen auf den Kurswert des Wertpapiers und kann bei einem vorzeitigen Verkauf zu Verlusten führen.


Am Ende der Laufzeit wird das Wertpapier zu 100 % des Nennwerts zurückbezahlt. Die laufende Kursnotierung des Wertpapiers erfolgt in Prozentangaben im Verhältnis zum Nennwert.


Um das erwähnte Emittentenrisiko als Privatanleger einschätzen zu können, kann man auf Ratings zurückgreifen.

Ratings

Mit Hilfe eines Ratings wird versucht, die Bonität eines Emittenten von Wertpapieren einzuschätzen. Ein Rating gibt Auskunft über das Risiko, das mit Blick auf die Erfüllung getroffener Zahlungsversprechungen besteht. Das Rating wird von Ratingagenturen durchgeführt.

Je nach Ratingsagentur gibt es unterschiedliche Bezeichnungen des Bonitätsrisikos.

Emittenten höchster Bonität erhalten die Einstufung AAA (Schuldner höchster Bonität, Ausfallrisiko auch längerfristig so gut wie vernachlässigbar).

Bis zu einem Rating von BBB- (Durchschnittlich gute Anlage. Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist aber mit Problemen zu rechnen) spricht man vom sogenannten Investment Grade.

Die Einstufungen ab BB+ bis zu D fallen in die Kategorie Non Investment Grade und bedeuten ein stark erhöhtes Risiko.

Ausführliche Informationen über die Ratings und ihre Bedeutung

findest du hier

In weiteren Artikeln gehe ich dann nochmals gesondert auf die einzelnen Produkte ein.

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Wesentliche Merkmale von festverzinslichen Wertpapieren


Rendite: Die Rendite gibt die jährliche Verzinsung an, die der Inhaber erwarten kann, wenn er die Anleihe bis Laufzeitende hält. Sie hängt vom Kauf- und Rückkaufkurs, von der verbleibenden Restlaufzeit, von den festgelegten Zinszahlungen und vom allgemeinen Zinsniveau ab.


Kupon: Der Kupon stellt die regelmäßigen (jährlich, halbjährlich, quartalsweise) Zinszahlungen dar, die der Emittent dem Anleger zahlt.


Nennwert: Der Nennwert ist der Betrag, welcher am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird und worauf sich die Kuponraten beziehen.


Kurswert: Der aktuelle Kurswert einer Anleihe wird in Prozent vom Nennwert angegeben. Er ist wesentlich vom allgemeinen Zinsniveau abhängig. Wenn das Zinsniveau steigt, dann sinkt der Kurs einer Anleihe und andersherum steigt der Kurs, wenn die Zinsen sinken. Außerdem ist der Kurswert abhängig von der Bonität des Emittenten und von der Höhe des Kupons.


Restlaufzeit: Sie gibt die Zeitspanne bis zum Zeitpunkt der Rückzahlung der Anleihe durch den Emittenten an.

Nachfolgenden findest du eine Übersicht einiger Arten festverzinslicher Wertpapiere.

Staatsanleihen

Von Staaten oder untergeordneten Gebietskörperschaften herausgegebene festverzinsliche Wertpapiere. In der Regel mit einer festen Laufzeit und einer vorher bestimmten Verzinsung ausgestattet.


Je nach Bonität des Emittenten gibt es starke Unterschiede in der Rendite. Es gilt der Grundsatz, je höher das Risiko, desto höher die Rendite.


Staatsanleihen von Deutschland, den USA oder der Schweiz gelten als “sicherer Hafen”.

Es gibt aber auch Beispiele, bei denen Staaten ihren Verpflichtungen nicht oder nur zum Teil nachkommen konnten (Argentinien)


Unternehmensanleihen

Von Unternehmen zur Kapitalbeschaffung herausgegebene festverzinsliche Wertpapiere. In der Regel ebenfalls wie Staatsanleihen mit einer festen Laufzeit und einer vorher bestimmten Verzinsung ausgestattet.

Fremdwährungsanleihen

Festverzinsliche Wertpapiere die nicht auf EUR lauten, sondern in fremden Währungen (z.B. US-Dollar, Schweizer Franken) ausgegeben werden, bezeichnet man als Fremdwährungsanleihen.

Zu den oben bereits erwähnten Risiken wie dem Emittenten- und Zinsänderungsrisiko kommt hier noch ein Wechselkursrisiko dazu.

Während der Laufzeit bei vorzeitigem Verkauf oder am Ende der Laufzeit bei Rückzahlung wird das Wertpapier wieder in die eigenen Währung (z.B. EUR) umgetauscht.

Je nach Entwicklung des Wechselkurses kann es hier zu einem zusätzlichen Gewinn oder Verlust der Anlage kommen.

Wandelanleihen


Eine Wandelanleihe ist ein vom Emittenten ausgegebenes festverzinsliches Wertpapier, das in der Regel mit einem Nominalzins ausgestattet ist. Dem Inhaber der Wandelanleihe wird das Recht eingeräumt, während der Wandlungsfrist, zu einem vorher festgelegten Verhältnis, die Anleihe in Aktien einzutauschen.

Wenn er von diesem Recht keinen Gebrauch macht, wird die Anleihe am Ende der Laufzeit zur Rückzahlung fällig.

Aktienanleihen


Im Unterschied zur Wandelanleihe hat bei einer Aktienanleihe der Emittent am Ende der Laufzeit das Recht, entweder den Nominalbetrag zu 100 % zurückzuzahlen oder eine bestimmte Anzahl an (vorher festgelegten) Aktien zu liefern.

Zero-Bonds


Ein Zero-Bonds, auch Nullkuponanleihe genannt, ist eine Sonderform des festverzinslichen Wertpapiers. Bei einem Zero-Bonds erhält der Anleger keine laufenden Zinszahlungen. Seine Rendite ergibt sich aus dem niedrigen Ausgabekurs und dem höheren Rückzahlungskurs.


Da die Erträge des Zero-Bonds erst beim vorzeitigen Verkauf bzw. bei der Rückzahlung in Form eines höhreren Rückzahlungskurses dem Anleger zufließen, erfolgt die Besteuerung auch erst zu diesem Zeitpunkt.


Bei normalen festverzinslichen Wertpapieren müssen die Erträge während der Laufzeit versteuert werden.


Die Kursschwankungen sind bei Zero-Bonds während der Laufzeit höher, da das Wertpapier im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen besonders stark auf Schwankungen des Zinsniveaus reagiert.

Floater


Ein Floater ist eine variabel verzinsliche Anleihe, deren Verzinsung an einen Referenzzinssatz gekoppelt ist.


Beispielsweise orientiert sich die Verzinsung an der Entwicklung des Libors (Londoner Interbanken-Angebotszins) oder des Euribor (Referenzzinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft).


Die Zinszahlung erfolgt zu einem fest vereinbarten Termin, bei dem dann die Zinszahlung für die nächste Anlageperiode festgelegt wird.

Inflationsanleihen


Mit der Inflationsanleihe kann der Anleger von einem sich ändernden Inflationsniveau profitieren. Der Kupon ist an die Entwicklung eines Verbraucherpreisindexes gekloppelt.

Junk-Bonds


Junk-Bonds werden auch als Schrottanleihen bezeichnet in sind Anleihen von Emittenten mit geringerer Bonität bzw. höherem Risiko. Emittenten die ein Rating von BB oder geringer haben, fallen bereits unter diesen Begriff.

Hybridanleihen


Als Hybridanleihe bezeichnet man eine eigenkapitalähnliche, nachrangige Anleihe mit sehr langer Laufzeit oder ohne Laufzeitbegrenzung.


Als weitere Besonderheit hat der Emittent der Anleihe zu einem vorher festgelegten Termin ein Kündigungsrecht.


Des weiteren können unter bestimmten Bedingungen die vereinbarten Kuponzahlungen ausgesetzt bzw. verschoben werde.


Der Anleger erhält für diese Besonderheiten einen Zinsaufschlag gegenüber herkömmlichen Anleihen.


Sein erhöhtes Risiko kann bis zum Totalverlust bei Insolvenz des Emittenten reichen.

Sachwertanlagen

Ein weiterer großer Baustein bei der Geldanlage sind sogenannte Sachwertanlagen.


Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um Anlagen, denen ein realer Wert gegenüber steht.


In dieser ersten Übersicht unterteilen sich die Sachwertanlagen in Aktien, Rohstoffe und Immobilien.

Aktien


Aktien sind rechtlich gesehen keine Gläubigerpapier, wie z.B. festverzinsliche Wertpapier oder Bankanlagen, sondern der Inhaber der Aktie, der Aktionär, erwirbt ein Miteigentumsrecht an der Aktiengesellschaft.


Sie haben damit die Möglichkeit, an der jährlichen Hauptversammlung teilzunehmen, den Kurs des Unternehmens mitzubestimmen und eine Dividende zu erhalten.


Die Dividenden, als eine Art der Gewinnausschüttung der Aktiengesellschaft, ersetzt die Zinszahlungen bei Bankanlagen oder festverzinslichen Wertpapieren. Im Gegensatz zu Zinszahlungen, besteht jedoch kein Anspruch der Aktionäre auf die Ausschüttung einer Dividende.

Eine weitere Ertragsmöglichkeit als Aktionär besteht bei möglichen Kursgewinnen der Aktie.


Prinzipiell kann mit Aktien kurzfristig spekuliert werden. Als Privatanleger, der seine Finanzen entspannt in die eigenen Hände nehmen möchte, empfiehlt es sich aber, sein Geld nur dann in Aktien anzulegen, wenn man es langfristig, d.h. mindestens 10-15 Jahre anlegen kann.

Fonds


Ein Fonds bündelt Gelder vieler verschiedener Anleger, die beispielsweise im Aktienbereich investieren wollen, aber keine einzelnen Aktien kaufen möchten oder nicht ausreichend Mittel zur Verfügung haben, um eine empfohlene Streuung des Risikos vornehmen zu können.


Stattdessen investiert der Fonds die Gelder für sie. Im Gegenzug erhält jeder Anleger für sein investiertes Kapital einen entsprechenden Anteil am Fondsvermögen. Unter Risikogesichtspunkten ist wichtig zu wissen, dass dieses Fondsvermögen vor der Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt ist.


Ein Fonds wird von einer Fondsgesellschaft aufgelegt und bei einem aktiven Fonds von einem Fondsmanager betreut.


Wie das Geld investiert wird, wird durch die Fondsgesellschaft festgelegt.


Der Anleger kann somit an der Entwicklung des Aktienmarktes teilhaben, ohne selbst einzelne Aktien auswählen zu müssen. Er hat damit auch die Möglichkeit, schon mit einem geringen Betrag in Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere zu investieren und muss nicht alles auf eine Karte setzen.


Er hofft darauf, dass die Fondsgesellschaft bei einem aktiv gemanagten Fonds bessere Entscheidungen treffen kann als er selbst.


Die Erfahrung zeigt allerdings, dass dieses Hoffnung meistens vergebens ist.


Daher gibt es immer mehr Anleger, die ihr Geld lieber in passive Fonds investieren.


Aber der Reihe nach!


Zunächst einmal ist es wichtig, die Art, wie der Fonds verwaltet wird, zu unterscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen einem aktiven und einem passiven Fonds?

Aktive Fonds

Aktive Fonds betreiben eine aktive Anlagepolitik. Der Fondsmanager trifft eigene Anlageentscheidungen, welche Unternehmen der Fonds kaufen soll, zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Volumen.

Die Grundannahme bei aktiven Fonds lautet, dass der einzelne Fondsmanager mit seinen Entscheidungen besser abschneiden kann, als der Durchschnitt aller anderen Anleger. Oftmals wird zur Ermittlung des Erfolgs oder Misserfolgs des Fondsmanagers ein Vergleichsindex herangezogen.

Passive Fonds

Passive Fonds verfolgen dagegen einen anderen Ansatz. Das Ziel ist hier nicht, besser wie der Durchschnitt des Gesamtmarktes zu sein, sondern diesen möglichst genau nachzubilden. Die Grundannahme lautet, dass im langfristigen Vergleich eine aktive Anlagepolitik nicht besser abschneiden kann wie der Gesamtmarkt. Durch diesen passiven Ansatz sind passive Fonds deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Welche Vorteile aktive und passive Fonds haben, erfährst du in einem späteren Blogbeitrag.

Welche Unterkategorien bei Fonds gibt es?


Aktienfonds

Mit Aktienfonds kann der Anleger sein Geld in viele verschiedene Einzelaktien investieren.

Je nach Ausgestaltung findet eine weitere Fokussierung auf verschiedene Branchen (Konsumgüter, Öl und Gas, Pharma), Regionen (Europa, USA), Währungen (Euro, Dollar) oder Unternehmensgrößen (Small-, Mid- und Large Cap) statt.

Rentenfonds

Hier investiert der Anleger in festverzinsliche Wertpapiere wie zum Beispiel Anleihen. Ähnlich wie bei Aktienfonds kann eine weitere Fokussierung auf einzelne Branchen, Regionen, Währungen oder Unternehmensgrößen vorgenommen werden.

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds investieren in kurzfristige, liquide Anlagen wie Termingelder oder Schuldscheindarlehen.

Immobilienfonds

Bei Immobilienfonds empfiehlt es sich, ganz genau zwischen offenen und geschlossenen Fonds zu unterscheiden. Was genau der Unterschied ist, erfährst du etwas weitere unten.

Offene Immobilienfonds stellen für Privatanleger ein Möglichkeit dar, sich mit vergleichsweise wenig Kapital am Immobilienmarkt zu beteiligen. Ein offener Immobilienfonds kauft dementsprechend Immobilien, in der Regel Gewerbeimmobilien.

Mischfonds

Bei einem Mischfonds können die verschiedensten Unterkategorien von Fonds miteinander verbunden werden. D.h. er kann einen Anteil Aktien, Renten, Geldmarktpapiere und Immobilien enthalten.

Dachfonds

Dachfonds sind eine Sonderform, die selbst mehrere verschiedene Fonds investieren. Neben den Gebühren des Dachfonds selbst zahlt der Kunde auch noch die einzelnen Gebühren der gekauften Fonds. Sie werden von Fondsgesellschaften vor allem mit dem Argument der breiteren Risikostreuung verkauft.

Auf diese Anlageform kann man getrost verzichten, da nur höhere Gebühren entstehen.


ETFs

Wie bereits beschrieben, verfolgen passive Fonds keine aktive Anlagepolitik sondern bilden vielmehr einen Markt möglichst genau nach. Dies geschieht mit sogenannten Exchange Traded Funds (ETFs).

Diese Produkte werden als Passivfonds oder Indexfonds bezeichnet. Sie können im Gegensatz zu den meisten aktiven Fonds direkt an der Börse gehandelt werden. Da kein aktives Fondsmanagement notwendig ist, sind sie besonders günstig und für Privatanleger sehr gut geeignet.

Aus meiner Sicht eignen sich ETFs in der heutigen Zeit besonders gut für Privatanleger, die an der Börse investieren wollen. Sie werden meistens von Banken und Sparkassen nicht aktiv vertrieben, da sich damit nicht so viel Geld verdienen lässt. Ich empfehle dir aber, dich mit ETFs genauer zu beschäftigen.

Unterschied offene und geschlossene Fonds

Als Privatanleger ist es sehr wichtig, die wesentlichen unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Fonds zu kennen.

Offene Fonds sind jederzeit handelbar. D.h. an jedem Tag wird bei offenen Fonds ein Preis ermittelt, zu dem der Anleger Anteile kaufen oder verkaufen kann.

Bei börsengehandelten offenen Fonds kann sogar sekündlich an den Börsen ein Anteil gekauft oder verkauft werden.

Wenn mehr Anleger neue Anteile kaufen, wächst das Fondsvermögen und die Fondsgesellschaft kann weitere Gelder investieren.

Die Laufzeit eines offenen Fonds ist theoretisch unbegrenzt.

Im Gegensatz dazu sind geschlossene Fonds keine herkömmliche Möglichkeit Geld anzulegen, sondern sie stellen vielmehr eine unternehmerische Beteiligung dar.

Bei geschlossenen Fonds wird Geld für ein ganz bestimmtes Projekt eingesammelt um dieses zu finanzieren.

Häufig geschieht diese bei Immobilien, Schiffen, Containern oder Flugzeugen.

Die Laufzeit solcher geschlossenen Fonds ist begrenzt und das benötigte Kapital ist ebenfalls bereits im Vorfeld festgelegt.

Während der Laufzeit des Fonds können einzelnen Anteile gar nicht, oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen über einen sogenannten Sekundärmarkt veräußert werden.

Durch diese Besonderheiten haben geschlossene Fonds besonders für Privatanleger zusätzlich Risiken.

Daher sind geschlossene Fonds nichts für den Privatanleger!

Immobilien


Zu einer weiteren Möglichkeit, Geld in Sachwerte anzulegen zählen Immobilien.


Ein großer Vorteil besteht darin, dass die Wertentwicklung der Immobilie im Gegensatz zu verzinslichen Anlageformen unabhängig von der Geldwertentwicklung und somit von der Konjunktur ist.


Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie direkt oder indirekt in Immobilien investiert werden kann.


Als indirektes Investment werden insbesondere Aktien bezeichnet, die von Immobiliengesellschaften ausgegeben werden.


Alternativ oder zusätzlich gehören aber auch Anlagen wie offene und geschlossene Immobilienfonds zu den indirekten Investmentmöglichkeiten.


Wer hingegen auf direktem Wege in Immobilien investieren möchte, der kauft ein Objekt.

Hier sollten Sie allerdings beachten, dass es zahlreiche Faktoren gibt, die auf die erzielbare Rendite einen erheblichen Einfluss haben.


Immobilien-Investments sind daher oftmals schwer kalkulierbar und vor allem für Anleger geeignet, die sich in diesem Bereich bereits auskennen und Fachkenntnisse haben. Zudem ist natürlich ein gewisses Kapital jenseits der 100.000 Euro erforderlich.

Rohstoffe

Eine weitere Kategorie bei den Sachwertanlagen sind Rohstoffe. Es gibt die unterschiedlichsten Rohstoffe, in die der Privatanleger investieren kann: Edelmetalle, Nahrungsmittel, Öl, seltene Erden etc.

Gold


Privatanleger neigen hier besonders dazu, Gold als Beimischung ihrer Anlagestrategie einzusetzen. Deshalb schauen wir uns diese Anlagemöglichkeit einmal genauer an:


Gold dient bereits seit Jahrhunderten als Krisenwährung und ist vor allem dann als Geldanlage sehr beliebt, wenn es globale Krisen gibt oder die Konjunktur sehr schwach verläuft. Gold kann dann als Inflationsschutz dienen.


Aber auch bei Gold besteht das Risiko, dass sich der Preis nicht so entwickelt, wie sich der Anleger das wünscht. Daher sollte man Gold nur als Beimischung in seine Anlagestrategie aufnehmen.


Steuerlich gelten bei Gold besondere Regeln:


Gold, egal ob als Goldbarren oder Goldmünzen gekauft, wirft keine Zinsen oder Dividenden ab. Daher fällt auch keine Einkommensteuer an.


Wenn Gold mit Gewinn verkauft wird, ist der Veräußerungsgewinn steuerpflichtig, wenn die Anlagedauer kürzer als ein Jahr war.

Allerdings gilt hier eine Freigrenze von 600 Euro.

Ob Sie die Freigrenze überschreiten, hängt von Ihren Gewinnen bei allen privaten Veräußerungsgeschäften ab, falls Sie neben dem Gold auch noch andere Dinge verkauft haben.

Da hier kein Freibetrag gewährt wird, muss der Anleger bei Überschreiten der Grenze die gesamte Summe versteuern und nicht nur den die Freigrenze übersteigenden Betrag.

Die Erträge werden dann mit Ihrem Grenzsteuersatz besteuert.

Bei einer Anlagedauer länger als ein Jahr ist der Gewinn steuerfrei.

Wer physisches Gold, also Barren oder Münzen kauft, braucht dafür meist keine Mehrwertsteuer zu zahlen.

Allerdings ist das an einige Bedingungen geknüpft. Für Goldbarren gilt: Sie müssen eine Reinheit von mindestens 995 Tausendstel aufweisen. Für Goldmünzen sind die Regeln noch strenger: Sie müssen einen Goldgehalt von mindestens 900 Tausendstel haben, nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein und in ihrem Herkunftsland als gesetzliches Zahlungsmittel gelten oder früher mal gegolten haben. Außerdem müssen sie zu einem Preis verkauft werden, der den Marktwert des Goldgehalts um nicht mehr als 80 Prozent übersteigt.

Spekulative Finanzanlagen

Um das komplette Spektrum der verschiedenen Geldanlagemöglichkeiten abzudecken, hier nun zum Schluss noch eine kurze Übersicht weiterer, spekulativer Finanzanlagen - sogenannter Derivate.

Diese sind für Privatanleger meistens nicht geeignet, da sie zum Teil sehr komplex sind und mit hohen Risiken verbunden sein können.

Diese abgeleiteten Produkte dienen weder der Geldanlage noch sind sie zum regelmäßigen Sparen geeignet. Sie sind nahezu ausschließlich dazu da, um in möglichst kurzer Zeit hohe Gewinne zu erzielen.

Optionen

Optionen unterscheiden sich in Kaufoptionen (Calls) oder Verkaufsoptionen (Puts).


Der Käufer einer Option hat das Recht – nicht jedoch die Pflicht – zu einem bestimmten Ausübungszeitpunkt eine bestimmte Menge des Bezugswerts zu einem zuvor festgelegten Ausübungspreis zu kaufen oder zu verkaufen.


Der Verkäufer der Option (auch Stillhalter) erhält den Kaufpreis der Option. Er ist im Falle der Ausübung verpflichtet, den Basiswert zum vorher bestimmten Preis zu verkaufen bzw. zu kaufen.

Futures

Ein Future zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass ein genau bestimmter Basiswert zu einem bei Vertragsabschluss festgelegten Kaufpreis zu einem fixen Zeitpunkt in der Zukunft gehandelt wird. Er ist also Vergleichbar mit einer Option.

Der wesentliche Unterschied zwischen Optionen und Futures liegt in der Ausübung. Bei Futures muss dieses Instrument ausgeübt werden. Bei Optionen hat der Optionsnehmer die Wahl, ob er die jeweilige Option ausübt.

Zertifikate


Zertifikate sind von Aktien und Anleihen abgeleitete Finanzinstrumente. Sie orientieren sich also an der Entwicklung der zugrunde gelegten Finanzprodukte.

Sie stellen für Privatanleger eine Möglichkeit dar, komplexe Anlagestrategien zu verfolgen und in ansonsten für Privatleute nicht zugängliche Anlageklassen zu investieren. Meistens haben sie eine Hebelwirkung, reagieren also bei einer Veränderung des zugrunde gelegten Finanzproduktes besonders stark.

Optionsscheine


Optionsscheine sind verbriefte Optionen. Normalerweise verbriefen Optionsscheine das Recht: nach einem bestimmten Bezugsverhältnis einen bestimmten Basiswert (z. B. Aktien, Anleihen, Währungen, Indizes) zu einem vorher festgelegten Ausübungspreis innerhalb einer festgelegten Bezugsfrist (Amerikanische Option) oder zum Ende einer Bezugsfrist (Europäische Option) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option).


Sie unterscheiden sich von Optionen dadurch, dass sie nicht standardisiert sind und man sie als Privatanleger nur kaufen, jedoch nicht verkaufen kann.

Zum Schluß…


In diesem ausführlichen Blogbeitrag hast du nun einen allgemeinen Überblick über verschiedene Geldanlagemöglichkeiten erhalten.



Ich bin dabei auf die aus meiner Sicht wesentlich Punkte eingegangen. Die Liste ist allerdings noch erweiterbar und in weiteren Blogbeiträge werde ich auf einzelne Geldanlagemöglichkeiten nochmals im Detail eingehen.


Mir war allerdings wichtig, dass du jetzt erstmal ein Übersicht der unterschiedlichen Möglichkeiten erhalten hast.


Wenn du konkrete Fragen zu einzelnen Geldanlagemöglichkeiten hast und meinen persönlichen Rat dazu wünschst, dann nimm doch einfach Kontakt mit mir auf.


Im Rahmen meines Finanzcoachings können wir uns über einzelne Anlagemöglichkeiten unterhalten und ich kann dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Im nächsten Blogbeitrag packen wir dann das nächste heiße Eisen an - die Altersvorsorge!


Bis dahin,

dein Marcel

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Beitragsbild: pixabay.com

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