Kryptowährungen – Deshalb habe sie (k)eine Zukunft

Kryptowährungen - Deshalb habe sie (k)eine Zukunft

Kryptowährungen - DAS Spekulationsobjekt der Jahre 2017/2018! 

Dabei sind Bitcoins, Ethereum, Ripple und Co. weniger als Spekulationsobjekt sondern vielmehr als digitales Zahlungsmittel konzipiert worden.

[shariff]

Die Intention der Erschaffer von Bitcoin, der bekanntesten und größten Kryptowährung war es, ein Zahlungssystem zu erschaffen, welches komplett digital und dezentral ist. 

Darin liegt aus meiner Sicht auch die große Faszination.

Weniger als reines Spekulationsobjekt, sondern vielmehr als visionäre neue Technologie, die die Art wie wir Zahlungen abwickeln revolutionieren kann.

Darüber hinaus bietet die Technik hinter Kryptowährungen die Möglichkeit, die Art wie wir zukünftig Verträge schließen, ebenfalls zu revolutionieren. 

Die meisten Kryptowährungen werden innerhalb eines Computernetzes direkt zwischen Käufern und Verkäufern gehandelt.

Zum Kauf bzw. Verkauf bedienen sie sich dabei spezieller Handelsplattformen, bei denen, ähnliche wie an den bekannten Börsenplätzen, Angebot und Nachfrage aufeinander treffen.

Jede Transaktion wird mit Verschlüsselungstechnologien über das Netzwerk verifiziert und anschließend in einem zentralen Hauptbuch gespeichert. Dieses Hauptbuch nennt sich Blockchain.

Um eine solche Transaktion zu verifizieren, müssen mindestens 51 % aller dem Netzwerk angehörigen Nutzer zustimmen.

Dadurch wird sichergestellt, dass jede Transaktion auch ohne zentrale, regulierende Instanz nicht manipuliert werden kann.

 

Was für Kryptowährungen gibt es?

Kryptowährungen - Welche Kryptowährungen gibt es?

Neben der bekanntesten Kryptowährung, dem Bitcoin, gibt es aktuell (Stand: 03/2018) vermutlich mindestens noch 1.300 weitere Kryptowährungen.

So ganz genau weiß man das nicht, da im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen jeder eine neue Kryptowährung erschaffen kann, der die entsprechenden technologischen Kenntnissen und Möglichkeiten besitzt.

Neben dem Bitcoin zählen aktuell Ethereum, Ripple, Cardano, Litecoin, NEM, Stellar und Zcash zu den bekanntesten und größten Kryptowährungen.

Eine aktuelle Übersicht findest du auf Wikipedia.


Die Entstehung des Bitcoins

Kryptowährungen - Bitcoin

Bitcoin wurde in etwa um die Finanzkrise 2008 von einem Entwickler oder einem Entwicklerteam unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ vorgestellt.

Zu dieser Zeit, in der immer mehr Menschen das Vertrauen in das bisherige Banken- und Zahlungssystem verloren haben, erschien eine dezentrale, von Banken und Staaten unabhängige Zahlungsmöglichkeit dringend notwendig zu werden.

Die Erfinder wollten damit das ihrer Meinung nach größte Manko unseres bisherigen Geldsystems beheben - Wir müssen alle einer zentralen Stelle vertrauen.

Die Geldausgabe und die Menge an Geld, das im Finanzsystem vorhanden ist, wird von Zentralbanken bestimmt. Durch diese zentrale Funktion lässt sich der Wert des Geldes steuern.

Diese Zentralbanken sind mal mehr mal weniger von ihren Regierungen unabhängig.

Darüber hinaus können im bisherigen Finanzsystem Staaten und Banken gezielt auf das Vermögen Einzelner zugreifen.

Durch die Dezentralität entfällt diese Abhängigkeit von zentralen Institutionen und die Steuerung und Kontrolle wird auf alle Nutzer gleichermaßen verteilt.

Dieser Grundgedanke eines unabhängigen Zahlungssystems gerät momentan allerdings eher in den Hintergrund.

Vielmehr sind Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin, aktuell zu einem reinen, hochriskanten Spekulationsobjekt geworden.

Kryptowährungen - Kursverlauf Bitcoin

 

Blockchain

Kryptowährungen - Blockchain

Das dezentrale System von Kryptowährungen funktioniert mit der sogenannten Blockchain-Technologie.

Jeder Teilnehmer im Netzwerk führt Buch über die Transaktionen im Netzwerk.

Alle Transaktionen, die in einem Zeitraum von 10 Minuten anfallen, werden in einen digitalen Datensatz, einen sogenannten Block geschrieben.

Alle Teilnehmer überprüfen daraufhin, ob diese Transaktion legitim ist. Verfügt der Auftraggeber über genügend Einheit der Kryptowährung, um diese versenden zu können?

Jeder Teilnehmer wird anstelle eines Namens mit einer langen Zahlenkette im System identifiziert.

Dadurch wird eine gewisse Anonymität geschaffen, die es möglich macht, dass man nicht ohne Weiteres Rückschlüsse auf den Teilnehmer ziehen kann.

Der Block, der innerhalb dieser zehn Minuten entstanden ist, wird abschließend von allen Teilnehmern digital freigegeben und damit als gültig anerkannt.

Nur wenn mehr als 51 % aller Teilnehmer dieses Prozesses einen solchen Block legitimieren und anerkennen, wird der Block gültig.

So ist gewährleistet, dass keine einzelne Partei das System manipulieren kann.

Anschließend wird ein neuer Block mit neuen Transaktionen beschrieben.

Alle dadurch entstehenden Blöcke werden der Reihe nach zu einer Kette zusammen geführt. Daher der Name Blockchain - Block-Kette.

Die Blockchain ist im Grunde nichts anderes als eine gigantische Datenbank, deren Kontrolle nicht mehr in der Hand eines Einzelnen liegt.

Diese Technologie ermöglicht noch viel mehr, als die reine Abwicklung von Zahlungen.

Überall da, wo Vereinbarungen und Verträge geschlossen werden, die kontrolliert werden müssen oder auf Vertrauen basieren, kann die Blockchain-Technologie angewendet werden.

Es wäre aus meiner Sicht beispielsweise denkbar, dass zukünftig Rechtsgeschäfte, wie beispielsweise der Kauf einer Immobilie, nicht mehr über einen Notar abgewickelt werden, sondern mit Hilfe der Blockchain-Technologie die notarielle Arbeit abgelöst wird.

Wer schonmal eine Immobilie gekauft oder verkauft hat, weiß, was für eine große Kostenersparnis dabei möglich wäre.

Genau so etwas kann zu einem Bruchteil über Blockchain-Technologien gelöst werden.

Mit Bitcoins, die als reines Tauschmittel entwickelt wurden, lässt sich diese Möglichkeit nicht umsetzen.

Allerdings gibt es andere Kryptowährungen, die die Blockchain nutzen, um derartige Transaktionen zu ermöglichen.


Mining

Kryptowährungen - Mining

Um die Blockchain betreiben zu können, sind sogenannte Miner notwendig.

Die gigantischen Rechenaufgaben, die hinter der Blockchain-Technologie stehen, werden so dezentral von unzähligen Teilnehmern mit Hilfe des sogenannten Minings erledigt.

Diese lassen eigene Computer für die Blockchain arbeiten. Dadurch werden die Daten nicht auf einem zentralen Server gespeichert sondern setzen sich aus tausenden, hunderttausenden einzelnen Computern zusammen.

Für die Bereitstellung der eigenen Computer und Rechenleistung werden die Miner mit Bitcoins entschädigt.

Dabei gilt, je stärker die Hardware eines einzelnen Miners, umso größer ist der Nutzen für die Blockchain-Technologie und umso höher die Entschädigung.

 

Kryptowährungen kaufen

Kryptowährungen kaufen - Wallet

Kryptowährungen lassen sich über Marktplätze im Internet handeln. Diese sind allerdings eher mit eine Handelsplattform wie ebay Kleinanzeigen als mit einer “richtigen” Börse zu vergleichen.

Das bedeutet, eine staatliche Regulierung oder Überwachung ist nicht, oder nur eingeschränkt vorhanden.

Dies sollte man im Hinterkopf haben, wenn man Kryptowährungen kauft.

Seriöse Marktplätze sind in einem gewissen Maße kontrolliert und erfordern beispielsweise eine Identifizierung mit Namen, Anschrift und Ausweisdaten der Handelsteilnehmer.

Empfehlenswerte Handelsplätze

  1. Bitcoin.de
  2. Kraken
  3. Coinbase

Da die Preise für die einzelnen Kryptowährungen auf diesen Handelsplattformen frei gewählt werden können empfiehlt es sich, sich vorab einen Überblick über den aktuellen, durchschnittlichen Wert der einzelnen Kryptowährung zu verschaffen.

Dadurch können auch unerfahrene Marktteilnehmer das Risiko minimieren, unrealistische Preise zu bezahlen.

Es lassen sich auch Bruchteile einer jeweiligen Kryptowährung handeln.

Man kann also schon mit wenig Geld loslegen und 0,0001-Anteile einer einzelnen Kryptowährung kaufen.

Überblick der aktuellen Preise für Kryptowährungen: Coinmarketcap

Beim Handel von Kryptowährungen über Marktplätze fallen Gebühren an.

Bei Bitcoin.de - über die du nur Bitcoins und keine anderen Kryptowährungen handeln kannst - beträgt die Gebühr 1 %, welche vom Käufer und Verkäufer jeweils zur Hälfte getragen wird.

Bei Kraken betragen die Gebühren je nach Umsatz rund 0,4 Prozent, welche ebenfalls zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt werden.

Zu Beginn muss echte Währung eingezahlt werden, um im nächsten Schritt Kryptowährungen kaufen zu können.

Die einzelnen Handelsplattformen bieten dafür unterschiedliche Möglichkeiten an.

Ich würde dir empfehlen, die drei oben vorgeschlagenen Handelsplattformen einmal genauer anzuschauen und dann die für die passende Möglichkeit auswählen.


Kryptowährungen aufbewahren

Nachdem du dir eine oder mehrere Kryptowährungen über eine Handelsplattform gekauft hast, stellt sich nun natürlich die Frage, wohin damit.

Theoretisch kannst du die gekaufte Währung direkt auf der Handelsplattform verwahren, bei der du sie gekauft habt.

Da diese Websites aber recht unsicher sind, empfiehlt es sich, zumindest bei einem größeren Anlagebetrag, die Coins auf anderem Wege zu sichern.

Kryptowährungen in Wallets speichern.

Die gekauften Coins lassen sich in einer elektronischen Geldbörse, einer sogenannten Wallet speichern. In dieser Wallet wird der Code, den du nach dem Kauf einer Kryptowährung erhaltet hast, gespeichert.

Vier unterschiedliche Arten von Wallets stehen zur Auswahl. Je nach angelegter Summe würde ich aufsteigend folgendes empfehlen:

Online-Wallet

Bei geringen Summen kann man die gekauften Coins direkt auf der Handelsplattform speichern. Allerdings ist das die unsicherste Aufbewahrungsmöglichkeit, die die Plattformen nicht so gut vor Hackerangriffen geschützt sind.

Bitcoin.de

Kraken

Coinbase

 

App-Wallet

Eine sicherere Möglichkeit sind sogenannte App-Wallets. Diese werden auf dem Smartphone oder Tablet installiert und dienen zur Verwahrung von größeren Summen.

Für iOS empfehle ich Airbitz.

Für Android empfehle ich Mycelium.


Hardware-Wallet

In Form eines USB-Sticks können die Codes mit Hilfe eines Hardware-Wallet extern gespeichert werden.

Diese Sicherungsmethode ist bei größeren Summen absolut zu empfehlen.

Meine Empfehlungen:

Ledgerwallet

Trezor

 

Papier

Wer es gerne handfest möchte, kann sich theoretisch den Code, nichts anderes ist der gekaufte Coin, auf ein Stück Papier notieren und diesen sicher verwahren.

Damit nimmt die digitale Währung wieder physische Gestalt an. Die notierte Code ist im Grunde genommen nichts anderes wie ein Geldschein und sollte dementsprechend auch vor dem Zugriff unberechtigter Dritte geschützt werden.


Kryptowährungen als Zahlungsmittel?

Wie eingangs bereits erwähnt, wollten die Entwickler der ersten Kryptowährung ein dezentrales Zahlungssystem erschaffen.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie man denn mit Bitcoins und Co. bezahlen kann.

Ein interessanter Artikel darüber findest du im Handelsblatt.

Wirklich einkaufen kann man damit bisher noch nicht.

Es gibt vereinzelt zwar einige Anbieter, bei denen man mit einer Kryptowährung bezahlen kann, aber bis zu einem flächendeckenden Einsatz ist es noch ein weiter Weg.

Ob sich Kryptowährungen durchsetzen, hängt entscheidend auch davon ab, wofür man sie verwenden kann.

Aktuell macht es keinen Sinn, mit Kryptowährungen irgendetwas zu bezahlen, da die hohen Kursschwankungen dazu führen, dass man quasi auf dem Weg zur Kasse enorme Preisunterschiede erleben kann und die Packung Milch, die im Regal noch umgerechnet 1 EUR gekostet hat, an der Kasse dann auch mal 2 EUR kosten kann.

Wenn du wissen willst, wo du mit Bitcoins und Co. heute schon bezahlen kannst, findest du hier eine interessante Seite: http://coinmap.org/

 

Vorteile / Nachteile  Chancen/Risiken

Kryptowährungen sind letztlich auch nur ein Versprechen auf die Einlösung in Werte wie Geld oder Gold.

Ob du diesem Versprechen vertraust, musst du selbst entscheiden.

Aus meiner Sicht sind Kryptowährungen eine technologische Entwicklung, die das Zeug hat, revolutionäre Veränderungen unseres Zahlungssystems und der Art wie wir Geschäfte abwickeln einzuleiten.

Ob es tatsächlich dazu kommt, halte ich momentan allerdings für fraglich.

Stichpunktartig sehe ich folgende Vor- und Nachteile:


Vorteile / Chancen

  • Dezentrales Netzwerk ohne zwischengeschaltete Stellen wie Banken oder Zahlungsdienstleister.
  • Kostengünstige Transaktionen in beliebiger Höhe
  • Inflationsgeschützt durch eine feste Obergrenze möglicher Coins.
  • Ermöglicht Zugang am Zahlungssystem für Menschen, die keine Bankverbindungen haben


Nachteile / Risiken

  • Der Wert einer Kryptowährung basiert alleinig auf der Spekulation, das ein Dritter noch mehr bezahlen wird. Ein Totalverlust ist möglich.
  • Aufgrund der hohen Schwankungen eignen sich Kryptowährungen nicht als Wertaufbewahrungsmittel.
  • Der Staat kann Kryptowährungen verbieten oder durch Regulierungen die Handhabung unattraktiv machen.
  • Die Transaktionen dauern zunehmend länger. Eine Bezahlung an der Kasse erscheint aktuell unmöglich, da im Durchschnitt mindestens 10 Minuten Zeit vergehen, bis ein Bezahlvorgang abgeschlossen ist.
  • Dubiose Krypto-Experten versuchen den Hype zu nutzen, um mit Schneeball-Systemen ahnungslose Anleger auszunehmen.


Fazit

Wenn man die Chancen und Risiken abwägt, komme ich derzeit zu dem Schluss, dass Kryptowährungen ein enormes Potential haben sich langfristig als Zahlungsmittel zu etablieren.

Das hängt allerdings davon ab, ob es zu staatlichen Regulierungen kommt und ob die Technologie sich weiterentwickelt.

Aktuell dauern Zahlungen zu lange und die benötigten Ressourcen für den Mining-Prozess sind endlich und mit steigenden Kosten verbunden.

Um ein ähnliches Transaktionsvolumen wie bei Bargeld- oder Kreditkartenzahlungen zu erreichen, fehlt uns momentan schlicht und ergreifend die notwendige Strommenge für die benötigte Hardware.

Der momentane Hype und die damit einhergehenden, abenteuerlichen Wertschwankungen könnten der Grundidee, ein stabiles und seriöses Zahlungssystem zu schaffen, stark schaden.

Es bleibt also spannend, wie sich die neue Technologie entwickelt wenn einmal der übertriebene Spekulationshype verschwunden ist.

Besitzt du schon Kryptowährungen und wie schätzt du das Chance/Risiko-Verhältnis ein? Schreib mir deine Erfahrungen doch in die Kommentare.

Bis bald,

dein Marcel

[shariff]

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Beitragsbild: pixabay.com

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