Kredite bleiben günstig – Es geht auch gar nicht anders

Erfolg mit Finanzen - Kredite bleiben günstig – Es geht auch gar nicht anders

Auch im kommenden Monat bleiben die Aussichten für Kreditnehmer gleich. Die Europäische Zentralbank hält weiterhin an der Niedrigzinspolitik fest. Das bedeutet, dass insbesondere kleine Kredite auch weiterhin so gut wie geschenkt sein werden. Warum auch für den Rest des Jahres und vielleicht sogar für die ersten Monate nächsten Jahres keine Zinserhöhung zu erwarten ist, hat derweil ein Bericht des Contra-Magazins auf den Punkt gebracht. Hier geht es um gesamteuropäische Krisenzusammenhänge.

Von der Wirtschaftskrise in die Niedrigzinspolitik

Warum sind die Zinsen eigentlich so niedrig, könnte man sich zunächst fragen. Viele sehen nur das Ergebnis. Nämlich, dass Sparer sich ernsthaft Gedanken machen müssen, wie sie ihr Geld noch gewinnbringend anlegen können und dass Kreditnehmer sich alle Träume der Welt erfüllen können, weil Kredite kaum etwas kosten. Aber woher kommt diese radikale Niedrigzinspolitik und welchen Zweck verfolgt man? Um das zu beantworten, müssen wir bis ins Jahr 2008 zurückreisen und finden uns mitten in der letzten großen Weltwirtschaftskrise wieder. Große Teile der Weltwirtschaft sind damals zusammengebrochen und die Konjunktur kam zum Erliegen. Staaten wie Griechenland gingen pleite und das gesamteuropäische System drohte zu kollabieren. Indem man aber den Leitzins senkte, sorgte man dafür, dass pleitegefährdete Unternehmen und Staaten billiges Geld aufnehmen konnten, um weitaus schlimmere Folgen zu vermeiden.

Leitzins seit Jahren an der Nulllinie

An diesem Punkt stehen wir nun. Seit 2014 konnte man eine radikale Senkung des Zinses feststellen, seit wiederum mindestens zwei Jahren liegt er an der Nulllinie und geht sogar in den Negativbereich. Das heißt nicht, dass Kredite verschenkt werden, aber dass sie äußerst günstig sind. Möchte man einmal einen Kredit vergleichen, lassen sich online sehr günstige Angebote mit nur 2-3 Prozent Zinsen finden. Früher waren es schon eher 7-10 Prozent, die extra zu zahlen waren. Doch gerade, weil diese Entwicklung schon so lange andauert, wird jeden Monat aufs Neue gespannt das Statement der Europäischen Zentralbank abgewartet, ob die Zinsen wieder steigen oder nicht. Dass sie es tun, ist unwahrscheinlich.

Zinsanhebung würde zu erneuter Krise führen

In einem Beitrag des Contra-Magazins hieß es kürzlich, dass eine Anhebung der Zinsen eigentlich unmöglich ist, weil man sich mit der jahrelangen Niedrigzinspolitik in eine missliche Lage gebracht hat. Der Kern dieses Berichts sagt aus, dass man mit einer neuen Banken- und Wirtschaftskrise rechnen müsse, wenn jetzt die Zinsen angehoben werden. Denn durch die niedrigen Zinsen hätten Unternehmen und Staaten mehr aufgenommen, als sie sich jemals hätten leisten können. Würden die Zinsen jetzt wieder steigen, stünden Wirtschaft und Staaten vor deutlich erhöhten Ausgaben, die durch die gleichzeitig abnehmende Konjunktur aufgrund weniger Privatkredite schlechter bezahlt werden könnten. Insolvenzen in großer Zahl sind zu befürchten und das würde zum Kollaps führen.

Gute Nachrichten also für Kreditnehmer: Finanzierungen bleiben so günstig wie bisher auch.

Bild: ©istock.com/AntonioGuillem

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